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🔌 E-Befund aus technischer Sicht: So läuft die Prüfung wirklich ab

Ein E-Befund (Elektrobefund, E-Check, Anlagenprüfung) ist die wichtigste elektrische Sicherheitskontrolle in Österreich.
Doch wie funktioniert diese Prüfung technisch?
Welche Normen, welche Messgeräte und welche Messverfahren kommen zum Einsatz?
Und warum entdeckt man bei dieser Prüfung oft brandgefährliche Fehler, die man mit bloßem Auge nie erkannt hätte?

Dieser Artikel zeigt den E-Befund aus Sicht des Elektrikers – klar, verständlich und 100 % fachlich korrekt.


🔧 Welche Normen gelten für einen E-Befund?

Die technische Grundlage jeder Anlagenprüfung ist in Österreich klar geregelt.
Beim E-Befund sind vor allem diese Normen relevant:

📘 ÖVE/ÖNORM E 8101

Die wichtigste Norm – sie definiert alle technischen Anforderungen an elektrische Anlagen:

  • Schutz gegen elektrischen Schlag

  • zulässige Messwerte

  • Pflichtprüfungen

  • Dokumentation

  • Grenzwerte für Isolationswiderstände, Schleifenimpedanz usw.

📘 EN 61557 (Messgeräte-Norm)

Sie legt fest, wie genau Messgeräte für elektrische Sicherheitsprüfungen sein müssen.

📘 ÖVE/ÖNORM E 8701

Regelt Prüfungen bei Notstrom- und Sicherheitsstromanlagen.

👉 Wichtig:
Ein E-Befund ist keine subjektive Einschätzung, sondern eine 100 % normengeführte technische Prüfung.


🎛️ Welche Messgeräte werden bei der Prüfung verwendet?

Ohne professionelle Messgeräte ist kein gültiger E-Befund möglich.
Elektriker verwenden u. a.:

1️⃣ Installationstester (z. B. Gossen, Metrel, Fluke)

Das zentrale Gerät für:

  • Schleifenimpedanz

  • Kurzschlussstrom

  • Isolationsmessung

  • FI/RCD-Auslösezeit

  • Leitungswiderstand

  • Durchgängigkeit des Schutzleiters

2️⃣ FI/RCD-Tester

Zur Überprüfung der Fehlerstromschutzschalter.

3️⃣ Multimeter & Spannungsprüfer

Zur Kontrolle der Netzspannung, Polarität sowie Basisdiagnosen.

4️⃣ Thermografiekamera (optional)

Erkennt gefährliche Hitzeentwicklung an Klemmen, Sicherungen oder Leitungen.

5️⃣ Digitale Protokollsoftware

Für Messprotokolle, Fotodokumentation & PDF-E-Befund.

Fazit:
Ohne moderne Messtechnik ist ein E-Befund technisch nicht möglich.


🔍 Was wird bei einem E-Befund technisch geprüft?

Ein vollständiger E-Befund besteht aus zwei Teilen:

  1. Visuelle Kontrolle

  2. Mess- und Funktionsprüfungen

Beide sind verpflichtend.


1. Visuelle Kontrolle (Sichtprüfung)

Hier erkennt der Elektriker typische Risiken wie:

  • Beschädigte oder brüchige Leitungen

  • Falsch montierte Abzweigdosen

  • Fehlende Abdeckungen

  • Nicht normgerechte Verteiler

  • Fehlender FI-Schutz

  • Überlastete Stromkreise

  • Steckdosen ohne Erdung

  • Veraltete Sicherungen (z. B. Schraubsicherungen)

👉 Erfahrung zeigt:
Ca. 50–70 % aller gefährlichen Mängel werden schon in der Sichtprüfung erkannt.


2. Schutzleiterprüfung (PE-Durchgängigkeit)

Hier misst man, ob der Schutzleiter überall korrekt verbunden ist.

Fehlt dieser → akute Lebensgefahr durch Stromschlag.


3. Schleifenimpedanzmessung

Eine der wichtigsten Messungen überhaupt – sie prüft, ob im Fehlerfall:

die Sicherung schnell genug auslöst,
damit kein Kabelbrand entsteht.

Hohe Schleifenimpedanz = Sicherung löst zu spät oder gar nicht aus.


4. FI-/RCD-Prüfung

Der FI-Schalter ist lebenswichtig.

Gemessen werden:

  • Auslösezeit

  • Auslösestrom

  • Funktionsprüfung

  • Selektivität

Ein defekter FI ist einer der häufigsten und gefährlichsten Mängel.


5. Isolationswiderstandsmessung

Hier misst man, ob Strom durch beschädigte Isolation entweichen kann.
Ursachen können sein:

  • Feuchtigkeit

  • Alte Stoffleitungen

  • Schrauben/Dübel durch Leitungen

  • Morsches Material

Grenzwert: mindestens 1 MΩ (je nach Anlagenteil).


6. Thermografie (optional, aber sehr wertvoll)

Erkennt Hitzeentwicklungen durch:

  • lose Klemmen

  • Kabelüberlastungen

  • defekte Sicherungen

  • schlechte Kontakte

Viele Brandschäden könnten damit früh erkannt werden.


⚠️ Häufige technische Mängel im Altbau (Wien & Umgebung)

Elektro Zentrum findet täglich:

  • Keine FI-Schutzschalter

  • Überlastete 10A-Kreise

  • Stoffleitungen aus den 1950ern

  • Steckdosen ohne Erdung

  • Lose Klemmen

  • Veraltete Sicherungen

  • Falsch verklemmte Neutralleiter

  • Verschmorte Schalter

  • In Küchen nur 1 Stromkreis (!)

Diese Mängel sind oft unsichtbar – doch technisch extrem gefährlich.


🛡️ Warum Elektro Zentrum der beste Partner für E-Befunde ist

  • ✔ Meisterbetrieb mit Spezialisierung auf Anlagenprüfung

  • ✔ Modernste Installationstester & digitale Protokolle

  • ✔ 24/7 erreichbar – auch bei dringenden Prüfungen

  • ✔ Am selben oder nächsten Tag vor Ort

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  • ✔ E-Befund bequem als PDF per E-Mail

  • ✔ Auf Wunsch sofortige Mängelbehebung

Wir prüfen nicht nur – wir erklären alles verständlich.


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Elektro Zentrum – Wien, NÖ & Burgenland
📱 Tel.: 0660 12 19 960
📧 office@elektro-zentrum.at


❓ FAQ – Technische Fragen zu E-Befunden

Wie lange dauert ein E-Befund?

Zwischen 30 und 120 Minuten – je nach Größe der Anlage.

Was ist die wichtigste Messung?

Die Schleifenimpedanz- und FI-Prüfung – sie retten im Ernstfall Leben.

Welche Geräte setzt der Elektriker ein?

Installationstester, Multimeter, FI-Tester, Thermografiekamera u. v. m.

Wann ist ein E-Befund technisch Pflicht?

Bei Vermietung, Verkauf, Firmenanlagen, Schäden oder Umbauten.

Kann eine Anlage trotz funktionierender Steckdosen gefährlich sein?

Ja – die gefährlichsten Mängel sind unsichtbar und nur messbar.